„Um vorwärts zu gehen, muss man zum Anfang zurückkehren. Für mich geht es dabei um das Atelier. Es ist das Herz und die Seele von Givenchy.“
Sarah Burton
Ein Schatz an Hubert de Givenchy Mustern wurde kürzlich in einem versteckten Schrank in seinem ersten Maison in der Avenue Alfred de Vigny 8 entdeckt, während es renoviert wurde. Die Packpapierpakete enthielten Kalikostoffe aus seiner Debütkollektion von 1952, die er einem Publikum zeigte, das in seinem Atelier versammelt war.
Für Sarah Burton löste dies eine greifbare Verbindung zu ihrer eigenen Arbeitsweise aus: am Mannequin, bei Anproben, zwischen Studio und Atelier. Bewusst nahaufnahmeartig ging ihre erste Kollektion als Artistic Director absichtlich, ohne Ablenkungen, durch das Haus in der Avenue Georges V 3, der historischen Adresse von Givenchy seit 1955.
„Es ist mein natürlicher Instinkt, zum Schnittmuster, zum Handwerk zurückzukehren. Zum Schneiden, Formen und Proportionieren. Das ist es, was ich fühle, wie ich arbeite und tun möchte.“
Vom Körper aufwärts – von der Bildsprache des Studio-Mannequins, geprägt GIVENCHY 1952 – entwickelt sich der Rhythmus ihrer Kollektion rund um das Tailoring, indem sie maskuline Techniken mit femininer Form verschmelzen und kontrastieren lässt. In Salons, die auf ihre ursprüngliche Schönheit reduziert sind, wird ein Gefühl kraftvoller Weiblichkeit konstruiert, neu zugeschnitten, damit gespielt und aus allen Blickwinkeln aus der Sicht einer Frau genossen.